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Vorstellung meine in Betrieb befindlichen Aquarien

Verfasst: Mi 27. Apr 2016, 19:09
von Semih
Hallo zusammen,

ich komme auf das letzte Schreiben bezügl. „neue Infos“ zurück und möchte (wenn es mit den Fotos schon nicht klappt/aufwendig ist) wenigstens meine in Betrieb befindlichen Aquarien beschreiben.

AQUARIUM 1 fasst 400 Liter und dient als Gesellschaftsbecken. Hier schwimmt ein Schwarm Paracheirodon innesi, ein Schwarm Trigonostigma espei, ein Schwarm Tanichthys micagemmae – jeweils 20-30 Stück.
Der Boden wird von versch. Corydoras Arten sauber gehalten. Steine, Wurzeln, Pflanzen reinigen einige Garra rufas.
Eine Sonderstellung nehmen hier meine Sewellia lineolata ein. Ein lustiger Fisch in Optik und Verhalten, es schwimmen mehrere selbst gezogene Generationen im Becken.
Die Bepflanzung: versch. Cryptocorynen-Arten, versch. Echinodorus-Arten, versch. Hygrophilia-Arten, plus Lobelia cardinalis.
Filterung: 2x Eheim Außenfilter a 250 ltr. Beleuchtung: LED Strömungspumpe


AQUARIUM 2 fasst 180 Liter und ist als reines Tanganjika-Becken angelegt. Hier schwimmt lediglich Julidochromis transcriptus Bemba.
Die Bepflanzung: Anubias barteri Variante Nana Gold, Vallisneria spiralis.
Filterung: Juwel Innenfilter Beleuchtung: T8 (leider noch)


AQUARIUM 3 fasst 200 Liter und ist ebenfalls als reines Tanganjika-Becken angelegt. Hier schwimmt lediglich Julidochromis ornatus.
Bezüglich der Variante kann ich mich nicht festlegen – evtl. die etwas gelbere Variante um die Insel Mutondwe???
Die Bepflanzung: Microserum pteropus, Vallisneria americana.
Filterung: Eheim Außenfilter Beleuchtung: LED


AQUARIUM 4 fasst 60 Liter und dient je nach Bedarf und Verlangen als Zuchtbecken.
Hier schwimmt seit dem 15. März ein Paar Julidochromis dickfeldi in einem typisch angelegten Tanganjika-Becken – allerdings ohne Pflanzen, halt nur ein reiner (aber schön dekorierter) „Steinhaufen“.
Ob mir hier die Nachzucht gelingt bleibt offen. Das Paar versteht sich gut, jedoch konnte ich bisher keinerlei Balzverhalten beobachten. Falls es in den nächsten Wochen nicht klappen sollte, werde ich es einmal mit Temperatur-, Licht-, Futterveränderung etc. versuchen.
Filterung: Innenfilter Beleuchtung: T8 (leider noch)

Bezüglich deinem Video konnte ich mir dieses soeben ganze 39 Sekunden ansehen – danach „wurde es wieder dunkel“.
Seltsam und sehr unbefriedigend, bei einer Gesamtspielzeit von 9:53 - ich gebe nicht auf und versuche es weiterhin …

Beste Grüße
Reinhard

Verfasst: Mi 27. Apr 2016, 19:28
von Reaperlacrimos
Moin Reinhard!
Nicht schlecht, nicht schlecht....
Gerade die Badewanne interessiert mich natürlich. :063_lupe:
Wie vermehrst Du denn die Flossensauger?
Die hatte ich vor längerer Zeit nämlich auch mal - coole Kerlchen.
Die Unterseite wie ein Alien und die Seitenansicht wie ein B2-Bomber... :lol:
Sehr interessant fand ich immer die Bewegung, wenn sie die Scheibe abgrasen.
Es sieht aus, als hätten sie eine "Scharnierstelle" in der Körpermitte, bewegen sich also nicht
so "rund" wie andere - besser kann ich's nicht erklären.

Die Garra Rufas werden nicht so ruppig im Alter wie ihre Verwandten?

Verfasst: Do 28. Apr 2016, 16:58
von Grete
Hallo Reinhard,
das hört sich ja mal richtig interessant an! Schade das du keine Bilder zum zeigen hast. Ich habe auch seit ein paar Jahren ein Tanganjika Becken und da den Julidochromis transcriptus Pemba mit drin. ( klick ... ) Der Julidochromis ornatus gefällt mir auch sehr gut und wenn ich ehrlich bin überlege ich auch schon ob ... öhm. :aq028:

Verfasst: Do 28. Apr 2016, 20:02
von Semih
Hallo Mario,

falls du es nicht schon getan hast: gib bei dem bekannten Auktionshaus (das mit den Kleinanzeigen) unter der Rubrik Fische und Zubehör einfach mal Julidochromis ein. Kam gestern ganz frisch rein - da könnte man schon wieder schwach werden, oder??? Die hier zusätzlich angegebene Internetadresse zeigt ebenfalls phantastisches ....


Hallo Reaperlacrimos,

bin im Moment etwas unter Zeitdruck - komme aber auf dein Schreiben/Fragen gerne zurück.


Bis dann und Gruß an euch als Duo
Reinhard

Verfasst: Do 28. Apr 2016, 21:04
von Reaperlacrimos
Moin Reinhard!
Immer mit der Ruhe - Geduld ist des Aquarianers Tugend ... :00000507:

Vermehrung von Sewellia lineolata

Verfasst: Mo 2. Mai 2016, 19:53
von Semih
Hallo Reaperlacrimos,

zu der Vermehrung von Sewellia lineolata kann ich im Grunde keine Zuchtanleitung geben.
Gesamt kann ich nur meine ganz persönliche Erfahrung mit diesen Fischen beschreiben – welche letztendlich zu ständigem Nachwuchs führt.

Ich kaufte 5 Tiere (mehr gab es in diesem Moment nicht), setzte diese in mein 400 ltr. Becken das mit entspr. viel Wurzeln, Steinen und Pflanzen eingerichtet ist.
So wollte ich genügend Möglichkeiten für den entspr. Algenaufwuchs bieten - welche dieser Fisch lt. Literatur benötigt.
Mit der „großen Freiheit“ kamen die fünf anscheinend nicht so ganz zurecht. Totale Unruhe im Becken, ständige und wilde Verfolgungsjagden, doch keinerlei Balzverhalten.
Dies beobachtete ich viele Wochen, ich kam zu der Erkenntnis, dass hier Abhilfe geschaffen werden muss. So kaufte ich nochmals 5 Tiere.

Direkt nach dem einsetzen der neuen Tiere begann die Wandlung. Ob vor Schreck oder Aufregung kann ich bis heute nicht beurteilen. Evtl. hatte ich beim ersten Kauf fünf gleichgeschlechtliche Tiere erworben und beim zweiten Kauf fünf passende Geschlechter erhalten? Oder es lag ganz einfach daran, dass diese Tiere in einer größeren Gruppe gehalten werden müssen (hierzu gibt es in der Literatur unterschiedliche Meinungen).
Oft, ja sogar ständig, liest man, dass diese Tiere unbedingt eine kräftige Strömung brauchen. Dies kann ich nicht bestätigen. Da sich urplötzlich eine Kahmhaut auf meiner Wasseroberfläche bildete setzte ich einen kleinen vorhandenen Skimmer ein. Um diesen effektiv arbeiten zu lassen (längst nicht für 400 ltr. gedacht) schaltete ich meine Strömungspumpe ab. In dieser Zeit (dauerte sehr lange bei diesem kleinen Skimmer) ohne Strömungspumpe kam genau so viel Nachwuchs wie mit Strömungspumpe.


Ansonsten halte ich die Fische bei 22 Grad, die bewusst so gesammelten/ausgewählten Steine stehen alle senkrecht/Pyramidenförmig, kein Stein berührt den anderen. Über den Steinen liegen versch. Wurzeln. Die sich ergebenden Freiräume sind bepflanzt.
Ich kann dir dennoch nicht sagen wo und wie Sewellia Lineolata ablaicht, ob Brutpflege betrieben wird, plötzlich schwimmt der bereits ca. 1 cm große Nachwuchs und raspelt ganz selbstverständlich am Algenaufwuchs.
Balzverhalten kann ich stets beobachten – mehr leider nicht. Ob mein Becken zu groß oder zu dicht strukturiert ist um dies endlich zu entdecken/erforschen zu können?
Außer dem sich anbietenden natürlichen Algenaufwuchs füttere ich abwechselnd entspr. Wafers, Tablets, Granulat.

Dies ist meine persönliche Erfahrung/Haltung – dies zu deiner Frage „Sewellia Lineolata“


Zu Garra rufa, Kangalfisch, rötliche Saugbarbe
Da dieser Fisch bis zu 14 cm groß werden kann (ich selbst habe lieber kleinere Fische schwimmen), kaufte ich mir lediglich 4 Stück - obwohl es ein Schwarmfisch ist.
Diese 4 vertrugen sich als „Halbstarke“ sehr gut. Mit zunehmender Größe jedoch wurde es untereinander ruppig. Einer von den Kerlen, der immer schmächtiger durch die Streitigkeiten wurde, konnte ich tatsächlich fangen und setzte diesen einzeln in ein 2. Aquarium. Unter den drei verbliebenen herrschte nun wieder Einigkeit. Eines Tages traute ich meinen Augen nicht, es schwammen Jungfische im Aquarium die ich nicht einordnen konnte. Mit zunehmender Größe erkannte ich Garra rufa –groß geworden in einem Gesellschaftsbecken. Mehrmals konnte ich Nachwuchs feststellen, nicht immer kamen alle durch – doch verständlich in einem Gesellschaftsbecken. Als Laich- und Brutpflegeplatz diente der dicke/große Wurzelstock einer Amazonaspflanze.
Meine Erfahrung mit Garra rufa: Streitigkeiten gibt es immer, auch im Schwarm – und den hatte ich mit all meinen Jungfischen. Und du hast recht, mit zunehmendem Alter wird es ruppig.

Beste Grüße
Reinhard