Neon - Nachwuchs

Alles zum Thema Hobbyzucht in der Aquaristik.
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Reaperlacrimos
Mai 2009 06 19:58

Neon - Nachwuchs

Beitrag von Reaperlacrimos

HI Ihr!

Heut kam ich vom Bau heim (ausnahmsweise ohne Montage/ Übernachtung)
und sehe per Zufall beim Füttern meiner Kleinen etwas durchs Becken huschen
... ein Neon-Junges. Gesund augenscheinlich und auch schon einen ganzen cm lang...
Er zeigt sogar schon Farbe(n) :wink:
Respekt, beim Wasserwechsel letztes Wochenende hat der sich gut versteckt. Meine Frau entdeckte kurz darauf noch einen Winzling. Der ist allerdings gerade halb so groß und sieht aus, als tät' er noch vom Dottersack zehren...

Also mal wieder ein erfreuliches Erlebnis... Ich hoffe nur, daß die Zebrabärblinge die Kleinen nicht doch noch entdecken... :063_lupe:
Jetzt muß ich allerdings mal im Mergus etc. schauen - sollte die Nachzucht von (gerade roten) Neons nicht ewig kompliziert und fast unmöglich sein, so ganz ohne Brackwassserkur???
:00000507: :wink: :winkewinke:
Grete
Mai 2009 06 21:26

Beitrag von Grete

Hallo Frank,
ja genau diese kleinen Erfolge sind es doch die unser Hobby immer wieder so interessant machen, wenn da nur nicht immer die lieben Mitbewohner wären. :44: Was hast du denn an Pflanzen drin die als laichsubstrat genutzt wurden?
Schulle_NR01
Mai 2009 07 19:59

Beitrag von Schulle_NR01

Hey zusammen,
Neon Nachwuchs im Aquarium wie süß. Ich wusste garnicht das das auch geht, schade aber dass du nichts weiter davon gesehen hast.
Reaperlacrimos
Mai 2009 08 12:58

Beitrag von Reaperlacrimos

HI!

Bisher erscheinen die Kleinen noch zum Füttern.
Die Chancen stehen also gut ... :D
Der größere ist recht agil und neugierig.

Laichsubstrat werden die algigen Wurzeln von frei hängendem Javafarn gewesen sein.
Die Wasserpest ist wohl eher zu grob.
Reaperlacrimos
Mai 2009 10 18:50

Beitrag von Reaperlacrimos

HI Ihr!

Update.....

Nachdem ich mich jetzt nochmals genau kundig getan habe, weiß ich folgendes zum Thema Neon-Nachwuchs:
Wichtigste Voraussetzung ist absolute Sauberkeit und geeignete Zuchttiere. Die Zuchttiere müssen in sehr weichem Wasser (GH/KH < 4) gehalten werden, sonst wird das nie was. Zum Zuchansatz sollte man ein Paar verwenden das bereits im Hälterungsbecken zusammen abgelaicht hat, das Herausfangen der richtigen Tiere ist absolut nicht einfach.
Das Zuchtbecken und alle technischen Gegenstände (Heizer, Laichrost) müssen peinlichst gesäubert und desinfiziert werden. Das zur Zucht verwendete Wasser muß sehr weich (GH/KH<0; Leitfähigkeit << 100 µS/cm) und stark sauer (pH 4,5 bis 5) sein und es muß absolut sauber sein. Ich verwende über Torf gefiltertes Osmosewasser das danach noch über Filterwatte und einem UV-Strahler gefiltert wird.
Das Zuchtbecken (12 bis 25 Liter) wird am Boden und drei Seiten entweder mit schwarzer Pappe oder Folie abgeklebt. die Vorderseite wird ebenfalls abgeklebt, aber so, das sich die Abdeckung öffnen läßt. Auch die Deckscheibe ist schwarz abzukleben. Als Laichsubstrat verwende ich grüne Wollfäden (die Farbe ist eher nebensächlich, die gründlich ausgekocht werden.
Ein großes Problem ist den richtigen Zeitpunkt für den Zuchtansatz zu erwischen, wie die meisten Salmler, laichen auch die Neon in bestimmten Abständen. Hat man das Paar beim Laichen im Haltungsbecken beobachtet oder kennt den Zeitpunkt des letzten Laichens, tut man sich wesentlich leichter. Die Zuchttiere sind vor dem Ansatz gut und abwechslungsreich zu füttern, ich verwende ausschließlich feines Lebendfutter.
Zum Ansatz setzt man das Zuchtpaar am besten abends ind das vorbereitete Zuchtbecken, hat man alles richtig gemacht, laichen die Tiere meist in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages. Der Laich darf nun möglichst kein Licht bekommen, es ist nicht ganz einfach die Laichkörner im Dunkeln zu erkennen, da hilft eine schwache ! Taschenlampe. Die Alttiere werden dann vorsichtig herausgefangen.
Nach etwa 36 Stunden schlüpfen die Larven bei ca. 29 °C und nach weiteren 36 Stunden schwimmen sie frei und müssen mit Infusorien gefüttert werden. Ideal wären Rädertierchen, zur Not gehen gut gereinigte Pantoffeltierchen. Nehmen die Jungfische nach etwa einer Woche kleine Artemianauplien ist das Gröbste überstanden.

Quelle: Scalare-online.de
Der kleinere der beiden ist nicht mehr zu sehen.
Er bewegte sich auch seltsam "hüpfend" (meine Frau
meinte er sei ein verkapptes Seepferdchen) :D

Ich meinte erst, es könnte am Dottersack liegen, bin aber
mittlerweile eher der Meinung, daß etwas nicht stimmte.
Den Zebrabärblingen wars wohl egal, wie das Futter
sich bewegt... :wink:

Außerdem ist aus dem Neon doch eher ein Zebrabärbling-Junges
geworden. Unter dem Licht der bläulichen Pflanzen-Röhre
hat er zwar immer noch blau leuchtende Augen.
Wenn er aber nach vorn kommt, unter die Aqua-Glo, entwickelt er
den goldenen Glanz seiner Eltern.
Die Körperform hat sich in den letzten Tagen auch
arg auf lang und schlank verändert.
Außerdem ist die Nachzucht von Zebrabärblingen,
abgesehen davon, daß die Eltern den Laich schneller
fressen, als ihn zu produzieren, wesentlich unkomplizierter.

Aber egal, Haupsache mal wieder Nachwuchs...wir freuen
uns jedesmal unheimlich, wenn der Kleine genauso
neugierig aus dem Tank schaut, wie wir hinein... 8)
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